26 April 2010 ~ 2 Kommentare

Facebook – Berliner Sparkasse mit Best-Practice

Facebook und Twitter gehören mittlerweile zum Werkzeugkoffer eines Bankmarketers. Kein Wunder, Social Media ist hip und kostet zunächst nicht viel. Viele Banken und Sparkassen tun sich jedoch noch schwer damit, die Möglichkeiten dieser Medien richtig zu nutzen. So interpretieren viele Social Media als weiteren Marketing-Kanal und senden die Headlines ihrer Produkteflyer nun 1:1 über Facebook & Co.

Dass es auch anders gehen kann, zeigt die Berliner Sparkasse mit dem Giro Challenge 2010.

Die Idee dahinter in Kurzform: vier junge abenteuerlustige Berliner reisen auf Kosten der Sparkasse in vier Länder und berichten via Facebook von ihren Erlebnissen. Ausgestattet mit Digitalkamera, Notebook und 5.000 € Reisebudget schickt sie die Berliner Sparkasse auf eine Erlebnisreise nach Istanbul, Marrakesch, Madrid und Reykjavik. In jeder Stadt warten spannende Herausforderungen auf die vier Kandidaten.

Was zunächst wie “schon mal gehört” klingt, ist perfekt von der Sparkasse inszeniert und hat das Potential zu einer großen viralen Kampagne. Aber der Reihe nach. Die Kampagne beginnt damit, dass die Berliner Sparkasse via Radio, Web und Mailing nach vier geeigneten Kandidaten zwischen 18-29 Jahren für die Erlebnisreise sucht. Auf Facebook können diese eine Videobewerbung hochladen, was auch 91 junge Berliner taten. Später wählte eine aus lokalen Prominenten besetzte Jury jeweils 2 geeignete Frauen und Männer daraus aus.

Nun beginnt das Abenteuer: Während der Challenge sind die vier jungen Berliner ganz auf sich allein gestellt. Sie müssen alle Flüge oder Züge und Hotels selbst buchen, sich allein um Mietwagen und ähnliches kümmern. Außerdem müssen zahlreiche Aufgaben vor Ort bewältigt werden. Die Facebook-Community verfolgt währenddessen ihre Berichte in einem Reisetagebuch, gibt den Kandidaten Tipps und darf über deren Aufgaben abstimmen.

Facebook Community - Giro Challenge 2010

Die Aktion der Sparkasse hat in der Zielgruppe viel Aufmerksamkeit erhalten. Aktuell verfolgen schon mehr als 700 Fans die Aktivitäten der Kandidaten. Dabei fungieren die vier Berliner auch als Markenbotschafter für die Sparkasse und positionieren diese als trendiges Unternehmen. Nebenbei werden Produkte wie Girokonto und Kreditkarte promoted. Ein schönes Beispiel für Social Media Marketing.

Links zur Aktion:
Facebook-Seite des Giro Challenge 2010
Kandidatensuche auf Berlin.de
PR und Social Media Campaigning von Publicis Consultants
Landingpage und Facebook-Seite von Golden Alligator

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Autor:  Thomas Hönscheid berät und unterstützt Finanzdienstleister bei der Neukundengewinnung über das Internet. Bis vor kurzem leitete er das Marketing der OnVista Bank und des Finanzportals OnVista.de. Bei einer großen Genossenschaftsbank war er für klassisches Marketing und Website-Management verantwortlich.


2 Kommentare zu “Facebook – Berliner Sparkasse mit Best-Practice

  1. Social comments and analytics for this post…

    This post was mentioned on Twitter by hoenscheid: [blog] Best-Practice-Marketing Facebook am Beispiel der Berliner Sparkasse. “Giro Challenge 2010″ http://cli.gs/4js3e

  2. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Publicis Consultants, Michael Mast, axel wallrabenstein, Thomas Hönscheid, Sven Peter und anderen erwähnt. Sven Peter sagte: Facebook – Berliner Sparkasse mit Best-Practice – http://cli.gs/4js3e (via @hoenscheid) [...]


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