21 Februar 2010 ~ 0 Kommentare

Aus Citibank wird Targobank: Jürgen Lieberknecht stellt die neue Marke in der w&v vor

Mit dem Going-Live der Targobank ist heute die wohl größte Namensumbennenung der letzten Zeit im Bankenbereich vollzogen worden. Aus der Citibank ist die Targobank geworden. In der aktuellen w&v (Ausgabe 07/2010) spricht Markenchef Jürgen Lieberknecht über die Ziele der neuen Bank. Da es den Artikel nicht online gibt, anbei eine kleine Zusammenfassung:

Positionierung:
Die Citibank wollte die Vorzüge einer Filialbank mit den Konditionen einer Direktbank verbinden. Im Bereich der Konsumentenkredite ist ihr das gut gelungen. In Bezug auf die nicht durchgängig guten Imagewerte der alten Citibank begreift Lieberknecht den Namenswechsel durchaus auch als zusätzliche Chance, sich beim Verbraucher neu und unverbraucht zu positionieren. Die Targobank will das Angebot verbreitern und Hausbank der Kunden werden. In der Kommunikation wird daraus “Einfaches Banking auf Augenhöhe mit dem Kunden”.

Produkte:
Die Citibank war führend bei Konsumentenkrediten und im Kreditkartengeschäft.
Die Targobank wird als Universalanbieter die Segmente Girokonto, Geldanlage und Kredit gleichberechtigt nebeneinander bedienen. Das Angebot der neuen Bank soll auf 25 einfache Produkte beschränkt werden. Ankerprodukte werden ein kostenloses Girokonto mit Wunschkontonummer (!) und SMS-Kontoticker sein. Der Konsumentenkredit hat nach wie vor eine zentrale Bedeutung und wird zum Bankstart mit einem attraktiven niedrigen Willkommenszins ausgestattet.

Stärken:
In Frankreich gilt die Crédit Mutuel als Technologieführer. So verspricht sich die Targobank einiges von der Nutzung der französischen IT-Infrastruktur. Die Qualität der Finanzberatung soll durch softwaregestützte Prozesse verbessert werden und die Kunden sollen in den Genuss eines innovativen Online-Bankings kommen.

Ziele:
Die Targobank tritt mit 3,4 Mio. Kunden in den Markt ein. Der 5-Jahresplan sieht ein Wachstum von 1 Mio. Kunden vor, also im Schnitt 200.000 Neukunden pro Jahr. Außerdem soll die neue Marke ‘Targobank’ in zwei Jahren etabliert sein.

Maßnahmen:
Die vermarkteten Produkte decken die Bereiche ab, in denen die meisten Bankenwechsel stattfinden. Insofern zielt die Kommunikation auf Menschen, die grundsätzlich wechselbereit sind. Außerdem wird ein strategischer Fokus auf das direkte Umfeld der 335 Filialen gelegt. Dort werden verstärkte Marketingaktionen durchgeführt, z.B. mit Postwurfsendungen.

Kommunikation:
Die letzten acht Monate standen im Zeichen des Übergangs. Ein Teil dieser Übergangskommunikation war z.B. die Internetseite “www.so-geht-Bank-heute.de“. Dort konnten Interessierte die Entwicklung der neuen Marke während der gesamten Zeit mitverfolgen.

In den nächsten Monaten wird der Schwerpunkt auf Markenkommunikation und den Willlkommensangeboten liegen. Ab dem 2. Quartal verschiebt sich der Schwerpunkt dann in Richtung Aktionskommunikation. Das neue Markenbild wird im TV und Internet mit Menschen, Strand (!), Ufer und der Targobank-Figur geprägt. Für die Kommunikation steht ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in 2010 zur Verfügung. Teaserspot auf youtube.com

Soweit zu dem Interview. Für Jürgen Lieberknecht dürfte es heute ein großer Tag gewesen sein. Am Freitag wurde der Marktstart mit einer Feier und einer 3D-Inszenierung am Hauptsitz in Düsseldorf begangen. Pünktlich zum Wochende ging der neue Internetauftritt der Bank live und die Filialen wurden umgeflaggt. Sicherlich für alle Beteiligten ein Kraftakt, aber auch eine Herausforderung, um die Jürgen Lieberknecht und sein Team sicher viele Bankmarketer beneiden werden.

Suchmaschinen-Anzeige der Targobank (mit Sitelinks)


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Autor:  Thomas Hönscheid berät und unterstützt Finanzdienstleister bei der Neukundengewinnung über das Internet. Bis vor kurzem leitete er das Marketing der OnVista Bank und des Finanzportals OnVista.de. Bei einer großen Genossenschaftsbank war er für klassisches Marketing und Website-Management verantwortlich.


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