07 Dezember 2011 ~ 0 Kommentare

Das neue Google Analytics im Einsatz

Ich habe bis vor kurzem hartnäckig die alte Version von Google Analytics genutzt, zwischendurch hatte ich ein paar mal in die neue Variante gewechselt. Doch richtig warm geworden bin ich damit nicht. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich in der bisherigen Variante meine vertrauten Workflows hatte. Das neue Layout erschloss sich mir erst überhaupt nicht und ich vermisste die Struktur der letzten Variante. Vielleicht wird es anderen auch so gegangen sein?

Die neue Version
Nun bin ich jedoch umgestiegen und mir gefallen einige Dinge richtig gut an der neuen Version. Zum Beispiel die Möglichkeit, das Analytics-Profil mit den Google-Webmastertools zu verbinden. Unter dem dann nutzbaren Reiter “Suchmaschinenoptimierung” finden sich jetzt die Keyword-Daten aus den Webmastertools (Ihre Webseite im Web –> Suchanfragen). Die Daten gab es also schon vorher, nur sich diese in Analytics anzuschauen, ist sehr viel bequemer. Zum Beispiel sind die Filtermöglichkeiten in Analytics sehr viel besser, als in den Webmastertools. Weiter Pluspunkt der neuen Version ist die enorme Flexibiltät der Berichte. Zwischen Profilen kann munter hin- und her gewechselt werden, man bleibt aber immer in demselben Bericht. So lassen sich Daten über unterschiedliche Profile und Domains sehr gut und schnell vergleichen und ich erkenne Dinge, die ich vorher nur durch Zufall gefunden habe.

Ein Beispiel ….

“How Google killed the Longtail”
Die Tage verlinkten viele eine prima Infografik auf SEO-Book. Darauf wird beschrieben, mit welchen Maßnahmen Google SEO-Publishern den Longtail streitig macht. Ein Traffic-Magnet sind zum Beispiel die großen Sitelinks bei Brand-Domains. Die sind nicht nur im Lontail gut (bzw. schlecht, wenn man dahinter rankt), sondern auch bei Shortterms. Bei einer Analyse ist mir dazu ein sehr deutliches Beispiel aufgefallen.

Das Keyword ist ein Money-Shortterm mit etwas über 100.000 Suchanfragen. Auf der ersten Position steht eine Wettbewerbs-Domain mit 4 großen Sitelinks zusätzlich zum eigentlichen Suchergebnis. Die betrachtete Domain liegt auf durchschnittlicher Position 2,4 (an dieser Stelle weicht mein Beispiel von dem Screenshot links ab. Dort sind noch zusätzliche Subpages abgebildet). Die Suchergebnis-Zielseiten sind weder bei der ersten noch bei der zweiten Domain die Startseite, sondern es handelt sich ausschließlich um Unterseiten.

In dieser Konstellation liegt die Klickrate für die Position 2,4 bei mickrigen 4,2 %. Irgendwas zwischen 15 – 20 % sollten normal sein bei einem Ergebnis ohne die großen Sitelinks, insbesondere wenn sich die ersten beiden Ergebnisse nicht sehr unterscheiden und der Brand ungefähr gleichwertig ist.

Wie man sieht, kann man mit dem neuen Analytics interessante neue Erkenntnisse für Optimierungsstrategien ziehen. Allerdings verzichten viele SEO-Webmaster wegen der Footprint-Problematik auf die Webmastertools. Ich denke, die neuen Funktionen in Analytics werden sicher einige Webmaster zum Umdenken bewegen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem neuen Analytics gemacht?

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Autor:  Thomas Hönscheid berät und unterstützt Finanzdienstleister bei der Neukundengewinnung über das Internet. Bis vor kurzem leitete er das Marketing der OnVista Bank und des Finanzportals OnVista.de. Bei einer großen Genossenschaftsbank war er für klassisches Marketing und Website-Management verantwortlich.


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